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Sud XXII und XXIII

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Heute brauen mal wieder die Gründer der Kurien-Brauerei zusammen. Das unbeständige Wetter führt zu der Entscheidung, die Brauerei in der Garage aufzubauen. Und dies stellt sich am Ende des Tages unter mehreren Gesichtspunkten, trotz des etwas höheren Aufwandes beim Auf- und Abbau, als richtig heraus. Der April jagt tatsächlich den ein oder anderen heftigen Schauer durchs Land, der Wind kann den Gaskochern nichts anhaben und in den trockenen und teils sonnigen Phasen stellen wir unsere Stühle einfach in den Hof vor der Garage.  Aber so viel Zeit zum Sitzen gibt es gar nicht. Denn wie schon so oft gibt es wieder einige Pannen. Einmal bleibt die AiO in einer Heizphase hängen, ohne dass wir es direkt bemerken, was dazu führt, dass die erste Rasttemperatur überfahren weit wird und wir nur hoffen können, dass die empfindliche Beta-Amylase, die die vergärbare Maltose "produziert", nicht zu weit beschädigt wurde. Und dann fällt im großen Kessel das Maische-Paddel in die Suppe. Die Ve...

1. Brauseminar - Sude XVIII bis XXI

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Was lange währt... Nachdem das in Zusammenarbeit mit der Katholischen Erwachsenenbildung angebotene Brauseminar coronabedingt im vergangenen Jahr zweimal abgesagt werden musste und wir in diesem Frühjahr gar nicht erst so kühn waren, es noch einmal zu riskieren, stimmt heute einfach alles: 2G plus Traumwetter bieten die besten Voraussetzungen für einen unvergesslichen Tag.  Zusammen mit Florian Kunz als meinem Ko-Referent beginnen insgesamt 10 hochmotivierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer um kurz nach 9 Uhr den Tag, zumindest offiziell. Denn im Vorfeld, am Vorabend und am Morgen selbst gab es schon eine ganz Fülle an Vorbereitungen, insbesondere, was den inhaltlichen Teil anbetrifft.  Aber auch vier Sude, die wir für heute planen, machen sich nicht selbst. Mit vier unterschiedlichen Sudwerken wollen wir den Teilnehmenden, aufgeteilt in vier Brauteams, einen Einblick in die Vielfalt der Möglichkeiten verschaffen, die es gibt, um aus Gerstenmalz, Hopfen, Hefe und Wasser köstlic...

Sud XVI und Sud XVII

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Fast auf den Tag genau nach einem Jahr kommen die "Gründer" der Kurienbrauerei wieder zusammen, um zwei Sude einzubrauen: einen alten Bekannten, nach eigenen Erfahrungen optimiert: das jetzt sog. " Trierer Kölsch ", was zumindest beim Bier kein Widerspruch sein muss und ein " Bière de Garde ", ein Französisches Ale.  Nachdem ich bereits am Vortage vieles vorbereiten konnte, starten wir um 8.15 Uhr und um 8.40 Uhr wird der erste Sud eingemaischt. Um 10.55 Uhr sind beide Sude abgemaischt und erhalten eine Läuterruhe, über deren Länge die Braumeister durchaus unterschiedlicher Ansicht sind. Rechtzeitig zum traditionellen Mittagessen naht Verstärkung in Gestalt von Winzer Felix. Zu Dritt macht die verbleibende Arbeit, die sich inzwischen in brütender Hitze vollzieht, gleich doppelt Spaß.  Auch diesmal flockt das Kölsch aus, aber das kennen wir ja schon vom letzten Jahr und wissen nun aus Erfahrung, dass dies weder zu einer Geschmacks- noch zu einer optischen B...

Sud XV - Ur-Pils oder zurück zu den W(ü)rzeln

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Schon wieder ist Corona dafür verantwortlich, dass das für November geplante Brauseminar ausfallen muss. Und ein vergessener "Bestell"-Button dafür, dass der geplante kleine Sud im Einkocher (mit neuem Rührwerk und Wärmeisolation) erst mit einer Woche Verzögerung ins Fass kommt. Heute Nacht gab es den ersten Frost dieser Herbst/Wintersaison in Trier und um 8.30 Uhr ist es viel zu kalt, um die Brauerei wie üblich im Freien aufzubauen. Da das Maischen im elektrischen Einkocher auch indoor-tauglich ist, beginne ich auf der Werkbank mein Tagewerk. Erstmals wage ich mich heute - zunächst - allein an die Arbeit, weil es den Mitbegründer unserer kleinen Hobby-Brauerei zu Studienzwecken an den Rhein verschlagen hat. Entsprechend der Jahreszeit und der Temperatur im tiefen Keller von 12 Grad kann es jetzt wieder mal ein untergäriges Bier werden. Ich entscheide mich für Sud XV für ein Böhmisches Pils , also sozusagen für ein Ur-Pils. Aber das Wort darf man als Saarländer, der mit den B...

Sud XIII und XIV - Alles wie geschmiert

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Eigentlich sollte heute das erste Brauseminar stattfinden, das auch schon ausgebucht war, aber coronabedingt abgesagt werden muss. Trotzdem soll der Tag biertechnisch nicht ungenutzt vorbeigehen. Auch wenn etwas Wehmut in der Luft liegt, weil wir als Brauerduo, das wir dieses Projekt gemeinsam begonnen haben, heute wohl zum letzten Mal in dieser Weise zusammenarbeiten, gehen wir zuversichtlich ans Werk. Die Aufbauarbeiten beginnen um 8.15 Uhr, die Sonne lacht und es verspricht ein frühsommerlicher Tag zu werden. Geplant sind zwei Sude: Sud XIII, ein "Kölsch" im großen Kessel ist uns schon bekannt, denn wir haben ihn schon als Sud VIII genossen. Sud XIV, ein IPA ist hingegen ein echtes Experiment. Dank überarbeiteter Technik der AiO  und des Einkochers  sowie freundlicher Unterstützung durch einen netten Besuch läuft alles wie am Schnürchen. Auch das Wetter bleibt, trotz angekündigter Gewitter und eines kurzes Regenschauers, im Vergleich zu vergangenen Brautagen überau...

Die Sudwerke der Kurienbrauerei

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  Das Hauptwerk für 45 Liter Ausschlagmenge Der große Kessel fasst 15 Gallonen=57 Liter und stammt aus der "Gas"-Serie von Brewpaganda . Er hat unten ein Auslassventil. Der Kessel steht auf einem "aufgebockten" Propangas-Hockerkocher mit 7,5 kW Leistung, der mit einem Feuerungsautomaten, einem Magnetventil, einem Zündtrafo und einer Zündsicherung automatisiert ist. Dabei bin ich dieser Anleitung gefolgt. Da hier in mitunter hektischer Umgebung viel Wasser und 230 Volt sehr nah zusammen kommen, ist das gesamte System mit einem eigenen FI-Schalter abgesichert. Auf dem Kessel arbeitet ein Rührwerk, das von einem Scheibenwischermotor angetrieben wird. Da das Gewinde des Motors und seine Drehrichtung gleichläufig sind, muss die Schraubverbindung gesichert werden. Bisher habe ich hier Loctite 243 - mittelfest, der aber bereits zweimal versagt hat, mit der Folge, dass das Paddel in die heiße Maische gefallen ist, was eine ziemliche Sauerei ist und zusätzlich dazu führt, d...

AiO - Update in drei Akten

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Nach dem Desaster der letzten Brautage, verursacht durch ständige Abstürze der AiO , muss im Zugehen auf den nächsten Einsatz eine Lösung her. Die zunächst angedachte Pilotflamme erscheint mir nun doch nur noch als zweitbeste Variante, weil wir ja im Freien bei mitunter auch unwirtlichen Wetterbedingungen brauen und ich mir vorstellen kann, dass der Wind die Pilotflamme häufiger ausbläst und man das nicht sofort bemerkt, was dann ja ebenfalls zu stressigen Verzögerungen führt. Außerdem läuft die Zündung mit dem (nicht ganz billigen) Feuerungsautomaten, wenn die Kontakte blank sind (sonst gibt es Funkenüberschläge an unerwünschten Stellen und nicht am Brenner;-), an sich tadellos. Deshalb will ich versuchen, diesen Teil der Technik zu retten und die Fehlerquelle der elektromagnetischen Störungen auf andere Weise einzugrenzen. Der erste Schritt, vor dem ich  mich wegen mangelhafter Lötkenntnisse lange gezogen habe, ist es, all das, was bisher nur auf einem Breadboard gesteckt...

Biertasting im Blesius Garten

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Nachdem der ursprüngliche Termin für das Tasting im April coronabedingt abgesagt werden musste, wird er heute relativ kurzfristig nachgeholt. Wir sitzen mit 15 Personen etwas verloren an sechs Tischen in einem großen Raum, ich allein an meinem Tisch. So habe ich gut Zeit, das Tasting zu dokumentieren. Leider ist die Sortenvielfalt des hauseigenen Kraft-Bräus, ebenfalls coronabedingt, recht eingeschränkt. Dafür erhalten wir nach einem Begrüßungstrunk "Kraft Helles" eine Auswahl "quer durch den (bestens sortierten) Keller".  Braumeister Chris präsentiert zunächst zwei bayrische Weißbiere, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Tap2-Mein Kristall von Schneider Weisse , sehr elegant und schlank und daher passend aus dem Sektglas. Und dann Jager Weisse von Camba Bavaria , mit Simcoe-Hopfen gestopft, das sehr breite Citrus- und Bananenaromen mitbringt. Dazu wird ein schöner Salat von dreierlei Tomaten serviert. "Vollmundig" ist der Begriff, der...