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Professorenbrauen im Winter - Sud XXVIII und XXIX

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Nach langer Pause wurde die Kurienbrauerei wieder in Betrieb genommen. Einiges hat sich seit dem letzten Mal geändert. Im Steuerrecht ist für Hobbybrauer die Anmeldepflicht beim Zoll entfallen und die (nie erreichte) Freigrenze für steuerfreies Brauen zum Eigenbedarf ist von 200 auf 500 Liter pro Jahr angehoben. Ein Überraschungsbesuch vom Hauptzollamt wird uns also diesmal erspart bleiben. Schade eigentlich...  Auch die technische Ausstattung der Kuriebrauerei wurde ergänzt bzw. "renoviert": Neben einem neuen 30l-Topf für heißes Wasser zum Anschwänzen ist es vor allem der neue Kocher NEW Cromo von Polsinelli mit 9,2 kW Leistung, Magnetventil und PILOTFLAMME, der den bisherigen Kocher mit seinem störanfälligen Zündautomaten ersetzt. Dies schon mal vorweg: beide Utensilien haben ihre Feuertaufe bestanden. Ebenfalls ungewohnt ist die Jahreszeit des Brauens: der Winter. Den Versuch, im Freien zu brauen, unternehmen wir gar nicht erst, sondern bauen die Kurienbrauerei gleich in ...

Die Sudwerke der Kurienbrauerei

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  Das Hauptwerk für 45 Liter Ausschlagmenge Der große Kessel fasst 15 Gallonen=57 Liter und stammt aus der "Gas"-Serie von Brewpaganda . Er hat unten ein Auslassventil. Der Kessel steht auf einem "aufgebockten" Propangas-Hockerkocher mit 7,5 kW Leistung, der mit einem Feuerungsautomaten, einem Magnetventil, einem Zündtrafo und einer Zündsicherung automatisiert ist. Dabei bin ich dieser Anleitung gefolgt. Da hier in mitunter hektischer Umgebung viel Wasser und 230 Volt sehr nah zusammen kommen, ist das gesamte System mit einem eigenen FI-Schalter abgesichert. Auf dem Kessel arbeitet ein Rührwerk, das von einem Scheibenwischermotor angetrieben wird. Da das Gewinde des Motors und seine Drehrichtung gleichläufig sind, muss die Schraubverbindung gesichert werden. Bisher habe ich hier Loctite 243 - mittelfest, der aber bereits zweimal versagt hat, mit der Folge, dass das Paddel in die heiße Maische gefallen ist, was eine ziemliche Sauerei ist und zusätzlich dazu führt, d...

AiO - Update in drei Akten

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Nach dem Desaster der letzten Brautage, verursacht durch ständige Abstürze der AiO , muss im Zugehen auf den nächsten Einsatz eine Lösung her. Die zunächst angedachte Pilotflamme erscheint mir nun doch nur noch als zweitbeste Variante, weil wir ja im Freien bei mitunter auch unwirtlichen Wetterbedingungen brauen und ich mir vorstellen kann, dass der Wind die Pilotflamme häufiger ausbläst und man das nicht sofort bemerkt, was dann ja ebenfalls zu stressigen Verzögerungen führt. Außerdem läuft die Zündung mit dem (nicht ganz billigen) Feuerungsautomaten, wenn die Kontakte blank sind (sonst gibt es Funkenüberschläge an unerwünschten Stellen und nicht am Brenner;-), an sich tadellos. Deshalb will ich versuchen, diesen Teil der Technik zu retten und die Fehlerquelle der elektromagnetischen Störungen auf andere Weise einzugrenzen. Der erste Schritt, vor dem ich  mich wegen mangelhafter Lötkenntnisse lange gezogen habe, ist es, all das, was bisher nur auf einem Breadboard gesteckt...

Einkocher Downgrade

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Die elektronische Temperatursteuerung des Einkochers ist für das Maischen leider ungeeignet. Das Gerät hat zwei Sensoren im Topfboden verbaut. Melden sie stark  unterschiedliche Werte, wie dies bei einer breiigen Maische leider unvermeidlich ist, so interpretiert die Steuerung dies als Gefahr des Trockenfallens und damit des Durchbrennens. In der Folge schaltet die Heizung ab und wird erst wieder freigegeben, wenn sich die Temperaturdifferenz angeglichen hat. Dies hatte bei den beiden ersten Einsätzen des Einkochers zur Folge, dass es praktisch unmöglich war, die Temperaturen der Rasten zu halten und ein ständiger händischer Eingriff erforderlich wurde. Im Prinzip also das Gegenteil dessen, was mit der Anschaffung eines vollelektronischen Einkochers eigentlich beabsichtigt war.  Also musste wurde nach einer Möglichkeit gesucht, die Elektronik per Schalter zu überbrücken und dann mit einer externen Steuerung die internen Tücken zu überlisten. Einfacher wäre dazu natürlich ...

Brausteuerung AiO und automatisierter Gaskocher

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Nach den ersten Versuchen mit Malzextrakten war klar, dass zur nächsten Stufe, dem Maischen eine Entscheidung bezüglich der Heizungsart her musste: Elektrisch, mit Induktion: Vorteil: Präzise zu steuern - Nachteil: Teuer in der Anschaffung, höhere Betriebskosten, geringere Leistung, vorhandener Einkocher nicht induktionsgeeignet. Gas: Vorteil: Günstig in Anschaffung und Betrieb, kraftvoll - Nachteil: nicht so einfach zu steuern, Explosionsgefahr bei falscher Anwendung Ich habe mich für die Gasvariante entschieden. Also musste eine Steuerung her. Dabei bin ich auf der Suche nach einer ebenfalls relativ günstigen Variante auf die AiO  gestoßen, die im Kern von einem Arduino Mega betrieben wird, einem Minirechner, den ich noch ganz zufällig samt Anbauteilen in einer meiner Bastelschubladen vorrätig hatte und mit dem ich in anderen Kontexten schon vor Jahren experimentiert hatte. Der Zusammenbau und die Probeläufe erforderte einige Nachtschichten. Ähnlich ging es mit der Kern...